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Alprazolam

Alprazolam®Xanor®
Psychiatrie – Antipsychotika & Anxiolytika
Benzodiazepin
Indikation
Panikstörung, generalisierte Angststörung, kurzfristige Behandlung von Angst
Dosierung
0,25–0,5mg p.o. max. 3mg/d nur kurzfristig (max. 4 Wochen)!
Nebenwirkungen
Sehr häufig (12) — ≥ 1/10
Ataxie, Depression, Dysarthrie, Erschöpfung, Gedächtnisschwäche, Kopfschmerz, Mundtrockenheit, Obstipation, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Sedierung
Häufig (23) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Angst, Aufmerksamkeitsstörung, Beeinträchtigte Koordination, Dermatitis, Desorientiertheit, Diarrhoe, Erbrechen, Gesteigerte Libido, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme, Gleichgewichtsstörungen, Herabgesetzte Libido, Herabgesetzter Appetit, Hypersomnie, Lethargie, Nausea, Nervosität, Salivation, Schlaflosigkeit, Sexuelle Fehlfunktion, Tremor, Verschwommenes Sehen, Verwirrungszustand
Gelegentlich (27) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Abwegiges Denken, Aggression, Agitation, Amnesie, Arzneimittelabhängigkeit, Dystonie, Entzugserscheinungen, Erhöhter intraokularer Druck, Feindseligkeit, Gastrointestinale Störungen, Gelbsucht, Halluzination, Harnverhalten, Hepatitis, Hyperprolaktinämie, Hypomanie, Hypotonie, Inkontinenz, Intellektuelle Einschränkung, Manie, Muskelschwäche, Psychomotorische Hyperaktivität, Tachykardie, Unregelmäßige Menstruation, Verstopfte Nase, Veränderte Leberfunktion, Zorn
Nicht bekannt (5) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Angioödem, Arzneimittelmissbrauch, Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen, Peripheres Ödem, Unausgeglichenheit des vegetativen Nervensystems
Kontraindikationen
Schwere Atemdepression, Myasthenia gravis, Substanzmissbrauch in Anamnese
Wechselwirkungen
CYP3A4-Hemmer: Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin (Spiegel↑↑!); Alkohol, ZNS-Depressiva; Rifampicin (Spiegel↓)
Wirkungsmechanismus
Benzodiazepin; positiv-allosterischer GABA-A-Modulator → Cl⁻-Einstrom↑ → Sedierung, Anxiolyse, Muskelrelaxation, antikonvulsiv; Abhängigkeitspotential
Dosierung bei Niereninsuffizienz
max 0,75mg/d
Schwangerschaft & Stillzeit
Frühe Studien zeigten ein leicht erhöhtes Gaumenspalten-Risiko; hohe Dosen im 2./3. Trimenon vermindern fetale Bewegungen, im Spätstadium Floppy-Infant-Syndrom und neonatale Entzugssymptome. Anwendung nur bei strenger Indikation und niedriger Dosis, im Spätstadium hohe Dosen vermeiden und Neugeborenes überwachen. Stillzeit: geringer Milchübergang — nicht empfohlen.
Halbwertszeit
ca. 12–15 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.