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Allopurinol

Allopurinol®AllostadPurinolUrosin
Rheumatologie & Gicht
Urikostatikum
Indikation
Gicht-Dauertherapie & Hyperurikämie (Harnsäuresenkung); Urat-Nephropathie; Auflösung/Verhütung von Harnsäuresteinen; Tumorlyse-Prophylaxe
Dosierung
Start 100mg 1x/d, langsam steigern nach Serumharnsäure (Ziel <6 mg/dl); leicht 100–200mg, mittel 300–600mg; Einzeldosis max 300mg; erst nach Abklingen des Akutanfalls beginnen
Nebenwirkungen
Häufig (2) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Hautausschlag, Thyreotropin im Blut erhöht
Gelegentlich (4) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Brechreiz, Leberfunktionstest anomal, Übelkeit, Überempfindlichkeitsreaktion
Selten (5) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Granulomatöse Hepatitis, Hepatitis, Lebernekrose, Stevens-Johnson-Syndrom, Toxische epidermale Nekrolyse
Sehr selten (53) — < 1/10.000
Agranulozytose, Akute Cholangitis, Alopezie, Anaphylaktische Reaktion, Anaphylaktischer Schock, Angina pectoris, Angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom, Angioödem, Aplastische Anämie, Arzneimittelausschlag, Asthenie, Ataxie, Azotämie, Bradykardie, Depression, Diabetes mellitus, Diarrhoe, Eosinophilie, Erektionsstörung, Erythroblastopenie (pure red cell aplasia), Fieber, Furunkel, Geschmacksstörung, Granulozytose, Gynäkomastie, Hyperlipidämie, Hypertonie, Hämatemesis, Hämaturie, Infertilität des Mannes, Katarakt, Koma, Kopfschmerzen, Leukozytopenie, Leukozytose, Lähmungen, Makulopathie, Muskelschmerzen, Parästhesie, Periphere Neuritis, Periphere Neuropathie, Sehstörungen, Somnolenz, Steatorrhoe, Stomatitis, Thrombozytopenie, Unwohlsein, Vertigo, Verändertes Blutbild, Xanthinsteine, Änderung der Darmentleerungsgewohnheiten, Änderungen der Haarfarbe, Ödeme
Nicht bekannt (2) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Aseptische Meningitis, Lichenoide Arzneimittelreaktionen
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; schwere Niereninsuffizienz (CrCl <20 ml/min); Kinder <45 kg (300mg-Tab.); gleichzeitig Azathioprin/6-Mercaptopurin meiden (Todesfälle!)
Wechselwirkungen
Azathioprin/6-Mercaptopurin (Toxizität↑↑ – Dosis auf 25% reduzieren!); Ampicillin/Amoxicillin (Exanthem↑); Ciclosporin (Spiegel↑); Thiazide/ACE-Hemmer (Überempfindlichkeit↑)
Wirkungsmechanismus
Xanthinoxidase-Inhibitor → Harnsäuresynthese↓ → Serumharnsäure↓; Prodrug → aktiver Metabolit Oxipurinol
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Dosis nach Serumharnsäure titrieren; praktisch: GFR 30–60 ~200mg/d · GFR 10–30 ~100mg/d · CrCl <20 kontraindiziert (300mg-Tab.); HD: 300–400mg nach Dialyse
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine hinreichenden Daten, Tierversuch reproduktionstoxisch — nicht in der Schwangerschaft anwenden, außer eindeutig erforderlich. Stillzeit: Allopurinol und der Metabolit Oxipurinol gehen in die Muttermilch über (bislang keine Wirkung beim Säugling gezeigt) — nicht empfohlen.
Halbwertszeit
ca. 0,5–1,5 h aktiver Metabolit Oxipurinol: 13,6–29 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 1,5 h Oxipurinol: ca. 3–5 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.