Alirocumab
Praluent®
Statine
PCSK9-Hemmer
Indikation
Primäre Hypercholesterinämie (heterozygot familiär und nicht-familiär) und gemischte Dyslipidämie; bestehende atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankung zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos - in Kombination mit Statin oder bei Statin-Unverträglichkeit.
Dosierung
75mg oder 150mg einmal alle zwei Wochen oder 300mg einmal alle vier Wochen.
Dosis abhängig von Patientencharakteristika, wie LDL-C-Ausgangswerte, Therapieziel und Ansprechen auf die Therapie individuell anpassen.
Maximaldosis: 150mg alle zwei Wochen
Nebenwirkungen
Häufig (10)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Erythem an der Injektionsstelle, Juckreiz an der Injektionsstelle, Klinische Zeichen und Symptome im Bereich der oberen Atemwege, Niesen, Pruritus, Reaktionen an der Injektionsstelle, Rhinorrhö, Schmerzen an der Injektionsstelle, Schmerzen im Oropharynx, Schwellung an der Injektionsstelle
Selten (4)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Hypersensitivitätsvaskulitis, Nummuläres Ekzem, Urtikaria, Überempfindlichkeit
Nicht bekannt (2)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Angioödem, Grippeartige Erkrankung
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder Bestandteile.
Wechselwirkungen
Keine relevanten pharmakokinetischen Interaktionen (Antikörper, kein CYP-Metabolismus). Wird üblicherweise mit Statinen kombiniert; keine Dosisanpassung der Begleitmedikation nötig.
Wirkungsmechanismus
Humaner monoklonaler IgG1-Antikörper gegen PCSK9; verhindert den PCSK9-vermittelten Abbau der LDL-Rezeptoren → mehr LDL-Rezeptoren an der Leberzelle → LDL-Cholesterin im Blut↓. Subkutane Gabe alle 2-4 Wochen.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Leichte bis mäßige Niereninsuffizienz: keine Dosisanpassung. Schwere Niereninsuffizienz (eGFR < 30): nur begrenzte Daten, mit Vorsicht anwenden.
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine Erfahrungen bei Schwangeren; als IgG voraussichtlich plazentagängig, Tierstudien ohne embryofetale Schäden. In der Schwangerschaft nicht empfohlen, außer klinisch erforderlich. Stillzeit: IgG geht v.a. ins Kolostrum über — in den ersten Tagen nicht empfohlen, danach Abstillen vs. Absetzen.
Halbwertszeit
ca. 17–20 Tage (Monotherapie)
ca. 12 Tage (mit Statin)
Wirkstoffpeak (tmax)
s.c.: ca. 3–7 Tage
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Zuletzt aktualisiert: 08.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.