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Ajmalin

Gilurytmal®
Kardiologie – weitere Substanzen
Antiarrhythmikum
Indikation
Ajmalin-Test (Brugada-Demaskierung) supraventrikuläre/ventrikuläre Tachyarrhythmien WPW
Dosierung
1. Amp (50mg) i.v. (alternativ: 1 mg/kg) soll unter EKG-Kontrolle langsam i.v. verabreicht werden (Injektionsgeschwindigkeit darf 10mg/min nicht überschreiten) Dauertropfinfusion: 5 Amp (=250mg) in Glucoselösung auf 250ml verdünnen, sodass 1ml Infusionslösung 1mg Wirkstoff enthält Perfusor: 1 Amp (50mg) in Glucoselösung auf 50ml verdünnen Infusion/Perfusor-Geschwindigkeit: Initial 20mg/h (=20ml/h) bei Bedarf: Steigerung bis zu 50mg/h (=50ml/h)
Nebenwirkungen
Selten (8) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Appetitlosigkeit, Asymptomatischer Anstieg der Transaminasen, Diarrhoe, Erbrechen, Krampfanfälle, Obstipation, Parästhesien, Übelkeit
Sehr selten (12) — < 1/10.000
AV-Blockierungen verschiedener Grade, Asystolie, Auslösung oder Verschlechterung einer Herzinsuffizienz, Bedrohlicher Anstieg der Kammerfrequenz bei Vorhofflimmern oder -flattern, Erheblicher Blutdruckabfall nach rascher i.v. Infusion, Hemmung der intraventrikulären Reizausbreitung, Herzstillstand, Intrahepatische Cholestasen, Sinuatriale Blockierungen, Sinusbradykardie, Torsade-de-pointes-Tachykardie, Veränderung oder Verstärkung von Herzrhythmusstörungen
Nicht bekannt (22) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Agranulozytose, Akute Hepatitis, Anstieg antimitochondrialer Antikörper, Anstieg antinukleärer Antikörper, Anstieg von IgE, Anstieg von IgG, Anstieg von IgM, Arthralgien, Atemstillstand nach zu rascher i.v. Infusion, Augenzwinkern, Blutbildveränderungen, Eosinophilie, Flush, Glomerulonephritis, Hautveränderungen, Hämolyse, Immunologische Veränderungen, Knochenmarksdepression, Leberschäden vom hepatozellulären Typ, Niereninsuffizienz, Thrombozytopenie, Wärmegefühl
Kontraindikationen
AV-Block, Herzinsuffizienz, kurz nach Myokardinfarkt, Long-QT.
Wechselwirkungen
Andere Antiarrhythmika, QT-verlängernde Mittel (additiv).
Wirkungsmechanismus
Klasse-Ia-Antiarrhythmikum, Na⁺-Kanal-Blocker → Leitungsverzögerung.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Überwiegend hepatisch abgebaut; bei schwerer Niereninsuffizienz vorsichtig dosieren. Die Gabe erfolgt ohnehin langsam unter EKG-Kontrolle.
Schwangerschaft & Stillzeit
Klasse-Ia-Antiarrhythmikum (i.v.). Keine bzw. nur sehr begrenzte Daten bei Schwangeren, tierexperimentelle Reproduktionsdaten unzureichend — Anwendung in Schwangerschaft und bei nicht verhütenden Frauen im gebärfähigen Alter nicht empfohlen. Stillzeit: keine Daten zum Milchübergang — aus Sicherheitsgründen nicht anwenden.
Halbwertszeit
95 min (terminal)
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 20.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.