Aciclovir
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Virostatika
Virostatikum
Indikation
Herpes simplex (labialis, genitalis, Enzephalitis)
Herpes zoster (Varizellen)
VZV-Prophylaxe
Prophylaxe bei schwer immunsupprimierten Patienten
Dosierung
Herpes simplex: 200mg p.o. 5x/d (5 Tage)
Herpes zoster: 800mg p.o. 5x/d (7 Tage)
Herpes Enzephalitis: 10mg/kgKG i.v. alle 8h (14–21 Tage)
Schwere immunsupprimierte Patienten: 800mg p.o. 5x/d
Nebenwirkungen
Häufig (11)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abdominalschmerzen, Diarrhoe, Erbrechen, Fatigue, Fieber, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Photosensitivität, Pruritus, Schwindel, Übelkeit
Gelegentlich (2)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Urticaria, Verstärkter diffuser Haarausfall
Selten (7)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Anaphylaxie, Angioödem, Dyspnoe, Kreatininanstieg, Reversibler Anstieg der Leberenzyme, Reversibler Anstieg des Bilirubins, Serumharnstoffanstieg
Sehr selten (18)
— < 1/10.000
Akutes Nierenversagen, Anämie, Ataxie, Dysarthrie, Encephalopathie, Gelbsucht, Halluzinationen, Hepatitis, Koma, Krampfanfälle, Leukopenie, Nierenschmerzen, Somnolenz, Symptome von Psychosen, Thrombozytopenie, Tremor, Unruhe, Verwirrtheit
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Aciclovir oder Valaciclovir
Wechselwirkungen
Probenecid (Spiegel↑); nephrotoxische Substanzen (additiv!); Mycophenolat (Spiegel↑)
Wirkungsmechanismus
Guanosin-Analogon; wird durch virale Thymidinkinase phosphoryliert → hemmt virale DNA-Polymerase → DNA-Synthese↓; selektiv gegen HSV/VZV
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 10–25: 800mg alle 8h
GFR<10: 800mg alle 12h
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaftsregister ohne erhöhte Fehlbildungsrate, Tierversuch unauffällig. Anwendung nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung. Stillzeit: geht in relevanter Konzentration in die Muttermilch über — soll stillenden Müttern nicht verabreicht werden.
Halbwertszeit
2,8–4,1 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral (nüchtern): ca. 1,6 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.