Acetylsalicylsäure (kardiovaskulär)
Thrombo-ASS®
Antikoagulation
Thrombozytenhemmer
Indikation
Primär-/Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse, ACS, nach Stent
Dosierung
100mg 1-0-0 (Dauertherapie)
ACS loading: 300mg einmalig
Nebenwirkungen
Häufig (6)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Bauchschmerzen, Durchfälle, Dyspepsie, Erbrechen, Sodbrennen, Übelkeit
Gelegentlich (7)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Dyspnoe, Hautreaktionen, Magen- oder Darmblutungen, Magen- oder Darmgeschwüre, Rhinitis, Urtikaria, Überempfindlichkeitsreaktionen
Selten (16)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Anaphylaktische Reaktionen, Anfälle von Atemnot, Asthmaattacken, Blutdruckabfall, Bronchospasmen, Erythema nodosum, Hämorrhagische Vaskulitis, Konfusion, Kopfschmerzen, Quincke-Ödem, Reye-Syndrom, Schock, Schwere Hautreaktionen, Tinnitus, Verminderte Hörfähigkeit, Vertigo
Sehr selten (8)
— < 1/10.000
Akutes Nierenversagen, Erhöhungen der Leberwerte, Erythema exsudativum multiforme, Hypoglykämie, Leberfunktionseinschränkung, Nierenfunktionsstörungen, Perforation, Toxische epidermale Nekrolyse
Nicht bekannt (5)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Eisenmangelanämie, Hyperurikämie, Hämatemesis, Melaena, Okkulte Magen-Darm-Blutungen
Kontraindikationen
Aktive GI-Blutung, Aspirin-Asthma, Kinder <16 J. (Analgesie), gleichzeitige Einnahme mit anderen NSAR
Wechselwirkungen
Andere NSAR (antiplatelet↓!); Methotrexat (Toxizität↑); Antikoagulantien (Blutungsrisiko↑)
Wirkungsmechanismus
Irreversible COX-1-Hemmung in Thrombozyten → Thromboxan-A2-Synthese↓ → Thrombozytenaggregation↓; lebenslange Hemmung bis Thrombozyt erneuert
Dosierung bei Niereninsuffizienz
keine Dosisanpassung notwendig
Schwangerschaft & Stillzeit
Niedrigdosiert (≤100 mg/Tag) in der Geburtshilfe unter Überwachung sicher (u.a. Präeklampsieprophylaxe). Dosen >100 mg/Tag im 3. Trimenon kontraindiziert (Ductus-arteriosus-Konstriktion, verlängerte Blutungszeit/Wehen); ab SSW 20 Oligohydramnion möglich. Stillzeit: bis 150 mg/Tag meist kein Abstillen nötig.
Halbwertszeit
4 h (durch Galenik von 2 h verlängert)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral (magensaftresistent): 3 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.