Acetylsalicylsäure (Analgesie)
Aspirin®Aspro®
Analgesie – Nichtopioidanalgetika
NSAR
Indikation
Leichte bis mäßige Schmerzen, Fieber
Dosierung
500–1000mg p.o. alle 4–6h
max. 3g/d (≥65 J.: max. 2g/d)
Nebenwirkungen
Häufig (6)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Bauchschmerzen, Diarrhö, Erbrechen, Erhöhte Blutungsneigung, Sodbrennen, Übelkeit
Gelegentlich (1)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautreaktionen
Selten (16)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Blutungen, Gastrointestinale Blutung, Gastrointestinale Entzündungen, Gastrointestinale Ulcera, Granulozytose, Hämolyse und hämolytische Anämie, Kopfschmerzen, Menorrhagie, Reye-Syndrom, Schwindel, Sehstörungen, Somnolenz, Thrombozytopenie, gestörtes Hörvermögen, mentale Verwirrung, schwerwiegende Blutungen
Sehr selten (2)
— < 1/10.000
Erhöhungen der Leberwerte, Hypoglykämie
Nicht bekannt (5)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Angioödem, Hyperurikämie, Leberschädigungen, Nierenfunktionsstörungen und akutes Nierenversagen, Urtikaria
Kontraindikationen
Kinder <16 J. (Reye-Syndrom), GI-Blutung, Schwangerschaft ab dem 6. Monat, Aspirin-Asthma
Wechselwirkungen
NSAR (GI-Risiko↑); Antikoagulantien (Blutungsrisiko↑); Methotrexat (Toxizität↑); ACE-Hemmer (Wirkung↓ bei HI)
Wirkungsmechanismus
COX-1/COX-2-Inhibitor (irreversibel); hemmt Thromboxan-A2-Synthese und Prostaglandin-Bildung → analgetisch, antipyretisch, antiphlogistisch
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Sollte mit Vorsicht bei Patienten mit abnormaler Nierenfunktion verwendet werden.
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaft: 1.+2. Trimenon nur bei zwingender Indikation, niedrigste Dosis/kürzeste Dauer; ab SSW 20 Oligohydramnion/Ductus-arteriosus-Konstriktion möglich. 3. Trimenon kontraindiziert (Ductusverschluss, pulmonale Hypertonie, Wehenhemmung, Blutungsrisiko). Stillzeit: nicht empfohlen (Übergang in Muttermilch).
Halbwertszeit
niedrige Dosen: 2–3 h
hohe Dosen: bis 15 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 10–20 min
aktiver Metabolit Salicylsäure: 20–120 min
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.